20.09.2008: Leistungsvergleich der Freiwilligen Feuerwehr Gelsenkirchen

Sie können direkt die Bildergalerie starten, oder erst den Bericht lesen:

Am Samstag, dem 20.09.2008 war es soweit. Alle acht Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Gelsenkirchen begannen früh morgens mit dem lang geplanten Leistungsvergleich in einem "Spiel ohne Grenzen". Im Mittelpunkt stand hierbei die Kameradschaftspflege, aber auch der Wettkampf und Teamgeist kamen nicht zu kurz. Jeder Löschzug hat entweder am eigenen Gerätehaus oder an einem Platz innerhalb des Stadtgebiets ein herausforderndes Spiel oder eine feuerwehrtechnische Übung vorbereitet, die die Wettkampfmannschaften der Löschzüge bewältigen mussten. Die Übung des eigenen Löschzuges musste natürlich nicht absolviert werden. Für jede Übung konnte man 100 Punkte erreichen.

Die Vorbereitungsgruppe des Löschzuges 12 bereitete auf dem Gelände der Firma Peters eine Übungslage nach Feuerwehrdienstvorschrift 3 vor. Feuerwehrtechnische Aspekte wurden in der Wertung genauso berücksichtigt, wie das Auftreten der Gruppe, die benötigte Zeit für Auf- und Abbau, sowie weitere kleine Gemeinheiten.

Das Wettkampfteam des Löschzuges 12 starte mit dem Löschgruppenfahrzeug LF 12-1 in den Tag. Zu erst musste der Parcours beim Löschzug 15 absolviert werden. Es musste ein Wasserwerfer aufgebaut werden. Das Wasser dafür wurde einem Unterflurhydranten entnommen. Mit dem Wasserwerfer musste ein Eimer befüllt werden, dieser musste dann auf eine Krankentrage gestellt werden und dann durch einen aufgebauten Parcours getragen werden und schließlich in ein Wasserbecken geschüttet werden. Ziel war es den Parcour möglichst oft zu schaffen und das Wasserbecken möglichst hoch zu befüllen.

Weiter ging es zum Löschzug 14, zum Colakistenklettern. Drei Teilnehmer mussten nacheinander hochklettern, der höchste wurde bewertet.

Beim Löschzug 17 musste auf drei Parallelen Skibrettern mit acht Leuten innerhalb einer vorgegebenen Zeit durch einen Parcours gelaufen werden. Da wir bis dato nicht nur punktemäßig zufrieden sein konnten, sondern auch gut im Zeitplan lagen, wurde danach erstmal ausgiebig gefrühstückt.

Nach dem Frühstück ging es zum Löschzug 11. Dort wurden das Thema "tragbare Leitern" behandelt. Der Fragenkatalog im theoretische Teil wurde von uns souverän gemeistert, der folgende praktische Teil wurde mindestens genauso gut ausgeführt.

Es folgte die Übung beim Löschzug 18. Dort musste unter Zeitdruck aus einer Feuerwehrleine ein Kreis gelegt werden, welcher einen Umfang von 20 m hat. Wir haben einen B-Schlauch zur Hilfe genommen und einen aktzeptablen Kreis gelegt. In die Kreismitte wurde nun ein mit Wasser gefülltes großes Weizenbierglas gestellt. Der Kreis durfte nicht mehr betreten werden. Ohne das Glas zu zerstören, ohne es auszuschütten und ohne es zu berühren musste es nun aus der Mitte aus dem Kreis gefischt werden. Wir haben uns entschieden, an den Kreisrand an zwei gegenüberliegenden Stellen jeweils zwei Stufenkeile zu stellen und darüber die Steckleiter zu legen. Dann wurde sich auf die Enden gesetzt und der leichteste aus dem Wettkampfteam durfte über diese behelfsmäßige Brücke mittels Wasserpumpenzange das Glas heraus holen.

Beim Löschzug 13 war Kreativität gefordert. Aus Frischhaltefolie musste eine Rinne gebastelt werden, durch die Wasser von einem in den anderen Eimer fließen konnte. Danach musste ein Tischtennisball innerhalb einer Minute durch einen B-Schlauch geführt werden. Außerdem wurde das Auftreten der Gruppe bewertet.

Zu guter letzt musste die Station das Löschzuges 16 gemeistert werden. Hier war eine historische Löschübung aufgebaut worden. Am Anfang stand ein großer Wasserbottich, an welchem Eimer gefüllt werden mussten und welcher dann überquert werden musste. Der Parcours ging weiter, indem eine Bierzeltgarnitur mit den Eimern unterquert werden musste, die Eimer über Heuballen gehoben werden mussten, über eine Wippe geführt werden mussten und dann mittels viel zu kleinen Fahrrädern zwei Runden im Kreis gefahren werden mussten. Den Abschluss bildete eine kleine Sprintstrecke, an dessen Ende ein leerer Wasserbottich stand, welcher befüllt werden musste. Ziel war es möglichst viele Eimer durch den Parcours zu führen und den zweiten Wasserbottich möglichst hoch zu füllen.

Zur Siegerehrung und Mittagessen ging es zur Feuerwache 2 an der Seestraße. Der Löschzug 12 erreichte mit 591 Punkten den zweiten Platz hinter dem Löschzug 15 aus Scholven-Hassel mit 607 Punkten.

Für den Löschzug 12 ging es danach in die Arena zur Brandsicherheitswache beim Fußball-Bundesligaspiel FC Schalke 04 gegen SG Eintracht Frankfurt.