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Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr in Buer von den Anfängen bis zur Gegenwart
1688:
Der große Stadtbrand von Buer
vernichtet über 90 Häuser.
vor 1778:
Im
Laufe der Zeit bildeten sich besondere Vereine, die sich das Abwehren von
Schadensfeuern zum Ziel gesetzt hatten.
1778:
"Brand-Versicherungsordnung",
erlassen durch die Regierung des Kurfürsten Maximilian-Friedrich.
1784:
"Feuer- und Löschordnung",
erlassen vom Kurfürst Maximilian-Franz.

Handbetriebene Feuerspritze der Gemeinde Buer |

Feuerwehrdampfspritze für Pferdebespannung |
1810:
Auf Anordnung des
Unterpräfekten des Arrondissements Essen wird aus der Mitte der Buerschen
Bürgerschaft ein Feuerwehrkorps, bestehend aus 3 Kompanien zu je 20 Mann,
aufgestellt.
1879:
Gründung der ersten Freiwilligen
Feuerwehr in Buer, dessen Nachfolge der heutige Löschzug 12 / Buer-Mitte angetreten hat.
1888:
62 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Buer-Mitte
werden durch die Gemeinde in die Feuerwehrunfallkasse aufgenommen.
1900:
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Buer-Erle.
1906:
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Buer-Resse.
1908:
Der
zuständige Löschbezirk der Freiwilligen Feuerwehr Buer-Mitte besteht aus den
Ortsteilen: Buer, Bülse, Hassel, Löchter, Scholven, Heege, Beckhausen,
Holthausen und Sutum. Die Freiwillige Feuerwehr Buer-Mitte ist verpflichtet im
Umkreis von 8 km Löschhilfe zu leisten. Es kommen infrage die Löschbezirke
Buer-Erle, Buer-Resse und Westerholt.
1906 - 1911:
Die bisher gegründeten
Feuerwehren schließen sich dem Vestischen Kreisfeuerwehrverband und dem
Westfälischen Feuerwehrverband an.

Löschgerät vor dem Spritzenhaus in Buer |

Feuerwehruniformen zur Jahrhundertwende |
1911:
Buer erhält die Stadtrechte (62.000 Einwohner).
1919:
Nach dem
Ersten Weltkrieg tritt die Freiwillige Feuerwehr Buer-Mitte erstmalig wieder im
Januar zu einer Generalversammlung zusammen.
1920:
Am 19. September 1920 findet
in Buer der 2. Verbandstag des Vestischen Kreisfeuerwehrverbandes statt.
1921:
Buer wird Großstadt.
1922:
Im
Oktober schließen sich zunächst die Freiwilligen Feuerwehren Buer-Mitte,
Buer-Erle und Buer-Resse zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen. Ihr 1.
Vorsitzender wird Brandmeister Neukirchen von der Freiwilligen Feuerwehr
Buer-Mitte.
1924:
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Buer-Scholven. Zusammenschluss der einzelnen Wehren
zu einer gemeinschaftlichen Wehr unter der Bezeichnung "Freiwillige Feuerwehr
Buer". Die vorher bestehenden Wehren werden in Löschzüge umgewandelt.
1925:
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Buer-Beckhausen.
1928:
Zusammenlegung der Gemeinden
Buer, Gelsenkirchen und Horst zu einer neuen Verwaltungseinheit unter dem Namen
Gelsenkirchen.
1929:
Zusammenschluss der Freiwilligen Feuerwehr Horst (gegründet 1892) mit den fünf
Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehr in Buer. Die Freiwillige Feuerwehr
Buer-Mitte feiert ihr 50 jähriges Stiftungsfest.

Übung am Rathaus Buer zum 50 jährigen Stiftungsfest |
1933:
"Preußisches Feuerlöschgesetz vom 15. Dezember 1933". Durch das Gesetz
wird die bisherige Organisationsform der Freiwilligen Feuerwehren in Buer und
Gelsenkirchen aufgelöst. Alle Feuerwehren des Stadtkreises werden zu einem
Stadtkreis-Feuerwehrverband zusammengeschlossen.
1938:
"Reichsgesetz über das Feuerlöschwesen vom 23. November 1938". Die Feuerwehren
in Gelsenkirchen werden zu einer straff organisierten, vom Führerprinzip
beherrschten Polizeitruppe. Sie erhalten die Bezeichnung "Feuerschutzpolizei".
Der Freiwilligen Feuerwehr fällt die Aufgabe einer Hilfspolizeitruppe zu. Das
Feuerlöschwesen hatte damit aufgehört, als Selbstverwaltungsangelegenheit der
Stadt Gelsenkirchen zu gelten. Im Jahre 1938 wird des Weiteren das Spritzenhaus
der Freiwilligen Feuerwehr Buer-Mitte mit 2 Telefonisten und 4 Maschinisten der
Berufsfeuerwehr Gelsenkirchen (gegründet 1904) besetzt. Den Feuerschutz nehmen
jedoch weiterhin die sechs Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Buer wahr.
1941:
Die noch nicht einberufenen Kameraden werden in die
"Luftschutzpolizei" einberufen. Die Feuerwehrbeamten der Berufsfeuerwehr nehmen
die Führungsaufgaben wahr, die Mannschaft setzt sich größtenteils aus
Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr zusammen.
1945:
Mit
der Übernahme der Kontrollgewalt seitens der Siegermächte wird die Feuerwehr
wieder aus dem Polizeibereich herausgelöst. Die Heimgekehrten beginnen sofort
mit Aufräumarbeiten und dem Wiederaufbau der zerstörten Feuerwachen und
Gerätehäuser. Nach dem Kriege existiert zunächst nur die Berufsfeuerwehr.
Dr.-Ing. Manskopf übernimmt Ende 1945 die Leitung der (Berufs-) Feuerwehr.

Einsatzfahrzeuge vor dem Spritzenhaus in Buer |

Der Krieg ist vorbei |
1948:
"Gesetz
über den Feuerschutz und die Hilfeleistung bei Unglücksfällen und öffentlichen
Notständen im Lande Nordrhein-Westfalen (FSHG)" vom 2. Juni 1948. Die Aufgaben
des Feuerschutzes werden wieder den Gemeinden übertragen. Auf Grund einer
Entscheidung der Stadt Gelsenkirchen wird auch weiterhin auf eine
Wiedereinrichtung der während des Krieges aufgelösten Freiwilligen Feuerwehr
verzichtet, obwohl diese Maßnahme durch das neue Feuerschutzgesetz sogar
gewünscht wurde. DipI.-Ing Hentschel übernimmt die Leitung der (Berufs-)
Feuerwehr.
1949:
In
Buer-Scholven wird dem überwiegend ländlichen Charakter dieses Stadtteils durch
die Einrichtung einer Freiwilligen Feuerwehr in Stärke eines Löschzuges Rechnung
getragen.
1956:
Dipl.-lng. Spohn übernimmt die Leitung der Berufs- und
Freiwilligen Feuerwehr (Buer-Scholven).
ab 1960:
Nach
einer langen Zeitspanne mit nur einer Einheit der Freiwilligen Feuerwehr in
Gelsenkirchen kommen mit der Zivilschutz- und Katastrophenschutzgesetzgebung ab
1960 weitere zusätzliche Aufgaben auf die Stadt zu. Für die Feuerwehr bedeutet
dies die Aufstellung weiterer freiwilliger Feuerwehreinheiten.
1963:
Aufstellung von freiwilligen
Einheiten in Anlehnung an die zwischenzeitlich eingerichteten drei Wachen der
Berufsfeuerwehr.
1964:
Anfang 1964 stehen ca. 35 Mann
zur Verfügung und beginnen, unter Einbeziehung des Löschzuges Buer-Scholven, mit
dem Wiederaufbau der Freiwilligen Feuerwehr. Nach einer vorherigen Ausbildung nehmen am 16. April 1964 alte und neue Kräfte
der wieder ins Leben gerufenen Löschzüge LZ 11 / Gelsenkirchen, LZ 12 /
Buer-Mitte und LZ 13 / Erle - damals noch Löschgruppen der Freiwilligen
Feuerwehr Gelsenkirchen - ihre Arbeit wieder auf. Die Gesamtstärke der
Freiwilligen Feuerwehr erreicht bald 100 Mann. Fahrzeuge und Geräte
werden im Rahmen des Katastrophenschutzes von der Bundesregierung gestellt. Die
Löschgruppen werden wieder selbständige Löschzuge der Freiwilligen Feuerwehr. Erster Zugführer des Löschzuges 12 / Buer-Mitte wird 1964 Oberbrandmeister Josef Kersten.

Spritzenhaus Buer-Mitte in der Nachkriegszeit |

Einheitslöschzug der Berufsfeuerwehr in Buer |
1965:
Oberbrandmeister Wilhelm Müller wird Zugführer.
1968:
Oberbrandmeister Hans Blappert übernimmt die Zugführung.
1969
Die
Zugstärke ist auf 34 Mann angestiegen. Im Juni erfolgt die Neugründung des
Löschzuges 14 / Horst. 10 Kameraden, darunter auch Zugführer Hans Blappert,
werden zum Löschzug Horst versetzt. Hauptbrandmeister Bernhard Haltermann
wird Zugführer des Löschzuges 12 / Buer-Mitte.
1972:
Dipl.-Ing. Dietrich Webner übernimmt die Leitung der Berufs- und Freiwilligen
Feuerwehr.
1977:
Bedingt durch die Neugründung des Löschzuges Hassel, unter Einbeziehung des
Löschzuges Scholven, erfolgt erneut eine Teilung des Löschzuges 12 / Buer-Mitte.
1987:
Indienststellung eines neuen Löschgruppenfahrzeuges (LF 16-TS Bund) auf Mercedes
Rundhauber-Fahrgestell mit Ziegler-Vorbaupumpe und Aufbau der Firma Lentner. Der
Löschzug erhält zwei ehemalige Dienstwohnungen an der Feuerwache 2 in
Gelsenkirchen-Buer als neue "provisorische" Unterkunft. Damit steht dem Löschzug
endlich ein zufriedenstellendes Gerätehaus zur Verfügung, nachdem sich - seit
der Wiedergründung der Freiwilligen Feuerwehr - der Löschzug mit einem
Kellerraum in der Wache der Berufsfeuerwehr begnügen musste.
1988:
Hauptbrandmeister
Christoph Schlüter übernimmt die Zugführung. Indienststellung eines neuen Rüstwagens (RW 1 Bund) auf Mercedes Unimog mit
Seilwinde und Aufbau der Firma Wackenhut.

Feuer- und Rettungswache 2 - umgebautes Spritzenhaus |

Löschgruppenfahrzeug LF 24 der Berufsfeuerwehr |
1989:
Gründung der dem
Löschzug angegliederten Jugendgruppe 12 / Buer-Mitte am 02.12.1989. Als Jugendgruppenwarte
werden bestellt: Brandmeister Manfred Mandel, Feuerwehrfrau Iris Mandel und
Unterbrandmeister Dirk Wolfer.
1991:
Übernahme eines
Mannschaftstransportfahrzeuges (MTF) aus dem Jahre 1987, welches der gesamten
Jugendfeuerwehr, sowie allen Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehr Gelsenkirchen
zur Verfügung steht. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen Ford Transit.
1992:
Der Löschzug 12 / Buer-Mitte
besucht zum ersten Mal seine neue Partnerfeuerwehr in Cottbus-Sachsendorf (ehem.
DDR). Hans Nieswandt übernimmt für eine kurze Übergangszeit die Leitung der
Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr.
1993:
Dipl.-Ing. Ulrich Tittelbach
wird Leiter der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr Gelsenkirchen. Die Kameraden
der Freiwilligen Feuerwehr Cottbus-Sachsendorf sind im Mai erstmals zu Gast in
Gelsenkirchen. Brandmeister Ralf Skonietzki übernimmt die Führung der
Jugendgruppe 12 / Buer-Mitte. Indienststellung eines neuen kommunalen Löschgruppenfahrzeuges (LF 16/12)
auf Iveco Fahrgestell mit Wassertank und Hilfeleistungssatz. Der Aufbau
stammt von der Firma Magirus.
1997:
Austausch des Löschgruppenfahrzeuges (LF 16-TS Bund) aus
dem Jahre 1987 gegen ein Fahrzeug desselben Typs der Freiwilligen Feuerwehr
Warendorf aus dem Jahre 1988, ebenfalls Ziegler Vorbaupumpe und Aufbau der Firma
Lentner, allerdings mit einem Iveco Fahrgestell.
2000:
Im Dezember wird das neue
Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) in Dienst gestellt. Es handelt sich dabei um
einen VW Bus T4 mit acht Sitzplätzen und einem Ausbau Firma WAS.
| Neues Mannschaftstransportfahrzeug für den Löschzug 12 |
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2002:
Unterbrandmeister Christian
Bies übernimmt die Führung der Jugendgruppe 12 / Buer-Mitte.

Löschzug und Jugendgruppe vor der Arena |

Fahrzeuge des Löschzuges 12 |
2003:
Der Stadtteil Buer feiert in
einem großen Rahmen sein 1000 jähriges Bestehen. Auch die Feuerwehr beteiligt sich an den Feierlichkeiten
2004:
Der Löschzug 12 / Buer-Mitte
feiert das 125 jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr in Buer, die
Jugendgruppe feiert ihr 15 jähriges Bestehen, während die Berufsfeuerwehr
Gelsenkirchen in diesem Jahr auf ihr 100 jähriges Bestehen zurückblicken kann.
Außerdem ist der Löschzug nun im Internet präsent.
| 125 Jahre Freiwillige Feuerwehr in Buer |
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| 100 Jahre Berufsfeuerwehr Gelsenkirchen |
15 Jahre Jugendfeuerwehr Buer-Mitte |
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2005:
Der Löschzug 2 der
Berufsfeuerwehr zieht zur neuen zentralen Feuerwache 2, somit verbleibt der
Löschzug 12 alleine am Standort.
2006:
Der Löschzug 12 zieht zum neuen
Gerätehaus am Urban-von-Vorst-Weg. Im Sommer des
Jahres findet die Fußball-WM 2006 statt. Auch die Feuerwehr ist bei den
friedlich verlaufenden Spielen in der FIFA-WM Stadt Gelsenkirchen mit
eingebunden.
| Umzug des Löschzuges 12 zum Urban-von-Vorst-Weg 8 |
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